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Januar 2022
Auf dem lokalem Holzmarkt wird auch Bambus angeboten. Die dort verfügbaren Bambusrohre sind unbehandelt, durchschnittlich vier Meter lang, die Durchmesser variieren stark. Viele Halme werden zu jung geerntet, sind krumm, beschädigt und teilweise bereits von Ungeziefer befallen. Der Erntezeitpunkt liegt zu lange zurück, um die Bambusrohre nachträglich mit Borsalzen behandeln zu können. Auch wenn die Qualität eher unbefriedigend ist, kaufen wir einige Rohre für unsere Versuchszwecke. Außerdem beschaffen wir die Werkzeuge und Materialien, die für das Bauen mit Bambus benötigt werden.
Beim Reinigen, Vermessen, Sägen, Bohren etc. zeigen sich viele Eigenheiten von Bambus. Wir erkennen: es gibt viel zu beachten beim richtigen Umgang. Auch wenn wir bereits viel Wissen von Experten, aus Lehrbüchern und Kursen gesammelt haben, stellt uns die „Hands-on-Experience“ vor einige Herausforderungen. Auch wenn Bambus eine Alternative zu Holz bietet, unterscheiden sich die Baustoffe in Eigenschaften und Handhabung doch sehr.
Erste Vorbereitungen des Grundstücks in Woraso: Rodung und Vermessung. In dieser Phase steht uns Myles mit Rat und Tat zur Seite, der extra aus der Hauptstadt angereist ist. Er arbeitet für ein Architekturbüro in Accra und hat bereits einige Erfahrungen mit Bambus-Bauprojekten.

Rabea nimmt an dem zweitägigen Workshop ,,Bauen im Globalen Süden“ teil, welcher von we-building e.V. organisiert und kostenfrei angeboten wird. Der Workshop kommt in der aktuell ,,heißen“ Planungs- und Vorbereitungsphase unseres Bauvorhabens in Ghana sehr gelegen. Die Themen wie Zeit- und
Kostenplanung oder Herausforderungen bei der Bauausführung sind sehr relevant für uns. Rabea konnte viel neues Wissen, hilfreiche Erfahrungen und Tools aus den zwei Tagen mitnehmen. Der nahe Praxisbezug anhand einiger Beispielprojekte in Ghana ist besonders erfreulich. Die Folgeberatung von we-building e.V. machte es möglich, näher auf einige konkrete Herausforderungen in unserem Projekt einzugehen und jeweilige Erfahrungen auszutauschen. https://we-building.org/de/projekte-globalen-sued/
Zwei weitere Meilensteine im Januar: Wir reichen den Antrag auf Fördermittel für den Bau der Behandlungsanlagen bei Engagement Global ein.
Federico schickt uns seine finale Ausarbeitung und Präsentation für die Workshop Area des Bambus-Schulungszentrums.
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Dezember 2021
Wir erkunden die lokalen Bambusbestände und besuchen eine Bambusfarm in der Nähe von Chira, ca. zwei Stunden Fahrzeit vom Projektgelände entfernt.

Wir treffen den Leiter der “International Bamboo and Rattan Organisation” (INBAR) in Ghana und unterschreiben gemeinsam eine Vereinbarung über die weitere Kooperation.
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November 2021
Nach längerer Suche nach einem passenden Grundstück für das Bambus-Schulungszentrum, konnten wir Ende November zwei Plots erwerben. Das neue Projektgelände liegt in dem kleinen, ländlichen Dörfchen Wuraso und ist optimal für das Bauvorhaben geeignet.
Auch unser drittes Vorstandsmitglied, Christoph Brummelte, macht sich für einen dreiwöchigen Besuch auf den Weg nach Ghana. Im Süden des Landes besuchen wir gemeinsam das Hadwua Arts and Culture Institute in Apam. Die beeindruckende Bambusstruktur wurde 2015 von einer interdisziplinären Gruppe von Studierenden der Universität für Angewandte Kunst in Wien, in Zusammenarbeit mit den Studierenden der darstellenden Künste an der University of Ghana gebaut.
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Oktober 2021
Die erste Begehung des Projektgeländes in Fiaso bringt leider die Erkenntnis, dass das Land wesentlich kleiner ist als angenommen. Hier hat es in der Vergangenheit Verwechslung zwischen den Maßeinheiten Feet und Meter gegeben. Außerdem ist das Grundstück schwer zugänglich und weist ein starkes Gefälle auf, was ungünstig für die geplante Bebauung ist. Allerdings ist das Fiaso Land prima geeignet, um dort Kurse für Bambusanbau stattfinden zu lassen! Für den Bau des Schulungszentrums werden wir uns nach einem neuen Gelände umsehen müssen.
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September 2021
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Februar – Juli 2021
Rabea Schürmann nimmt an „The Bamboo U Online Immersion“ teil, ein umfassender Kurs rund um Bambus. Im Rahmen des Kurses beginnt die Zusammenarbeit mit Federico Antonelli, ein junger, ambitionierter Architekt (MArch) aus Italien, der sich Nachhaltigkeit zum Leitsatz seines beruflichen Werdegangs gemacht hat. Im Modul „Bambus Modellbau“ entstehen Ideen und Designs für den Werkstatt- und Seminarbereich, sowie die Behandlungsanlagen für das Bambus-Schulungszentrum in Ghana.
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April 2021
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November – Dezember 2020
Die Mauersäulen sind fertig. Als Zwischenelemente sollen Bambusrohre eingesetzt werden, die allerdings vorher behandelt werden müssen. Denn Bambus steht auf dem Speiseplan einiger kleiner Krabbeltierchen, die ihn für seinen Zuckergehalt lieben. Abhilfe schafft eine Behandlung mit Borsalzen, welche nicht wirklich giftig sind, aber den Bambushalm für die Tierchen ungenießbar machen. So kann Bambus auf umweltverträgliche Weise haltbar gemacht werden. Endlich konnten wir auch die dafür benötigten Komponenten Borax und Borsäure beschaffen (letztes Foto). Nun geht es an die Vorbereitung für die Behandlung der ersten Bambusrohre… ein bedeutender Meilenstein!
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September – Oktober 2020
Der Start nach dem Corona-Baustopp verzögert sich aufgrund von andauernden und heftigen Regenfällen. Zu unserem Projektgelände führen noch keine befestigten Wege, daher ist die Anfahrt momentan sehr schwierig. Leider ist auch der Lastwagen mit einer Lieferung Mauersteinen stecken geblieben… Zum Glück gab es viele fleißige Helfer, die die Steine vom Laster geräumt haben und dieser dann aus dem Matsch gezogen werden konnte. Die Mauersteine wurden schließlich mit kleinerem Gefährt zum Projektgelände transportiert. Dort kommen sie zum Einsatz um das Mauerwerk fertig zu stellen. Dann können wir bald mit den Bambus-Elementen für die Mauer beginnen!
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Juni – Juli 2020
Der Mais wächst und reift! Es ist eine Win-win-Situation: Eine lokale Familie nutzt während des Corona-Baustopps das Projektgelände für den Mais- und Kassavaanbau. Sie hegen und pflegen das Land und verhindern, dass es vollständig verwildert. So sparen wir uns die Unkosten für eine erneute Rodung und es wachsen freundschaftliche Beziehungen mit den Locals.
Die Familie freut sich bereits über erste Ernten und bedankt sich bei unserem Projektkoordinator mit echten Leckerbissen: gegrillte Maiskolben – mmmh, da wäre man selbst gern vor Ort!
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Mai 2020
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März 2020






































































